Reise & Alltag in den USA

Mietwagen in den USA: Versicherung, Führerschein, Maut und Verkehrsregeln

Mietwagen USA ohne böse Überraschungen: welche Versicherung Sie wirklich brauchen, was für Kreditkarte, Mindestalter und Internationalen Führerschein gilt und wie Maut, Tanken und Verkehrsregeln funktionieren.

US-Visa-Service RedaktionAktualisiert: 4. November 202614 Min. Lesezeit
Leere zweispurige Landstraße mit gelber Mittellinie durch eine Wüstenlandschaft unter blauem Himmel
Dieser Artikel ist eine unverbindliche Orientierung und keine Rechts- oder Versicherungsberatung. Maßgeblich sind Ihr Mietvertrag, die Versicherungsbedingungen und die Gesetze des jeweiligen Bundesstaats. Über Einreise und Aufenthalt entscheiden allein die US-Behörden.
Inhalt

Einen Mietwagen in den USA zu mieten ist für deutsche Reisende unkompliziert, wenn drei Dinge stimmen: eine echte Kreditkarte auf den Namen des Hauptfahrers, der gültige deutsche Führerschein (am besten zusammen mit einem Internationalen Führerschein) und ein Versicherungspaket mit Vollkasko ohne Selbstbeteiligung und einer hohen Zusatzhaftpflicht. Das Mindestalter liegt meist bei 21 Jahren, unter 25 Jahren kommt eine Tagesgebühr hinzu. Am besten vergleichbar und oft günstiger ist ein Inklusivpaket, das Sie schon von Deutschland aus buchen.

Unser Überblick Zum ersten Mal in die USA streift das Thema nur kurz. Dieser Ratgeber erklärt Versicherungskürzel, Kaution, Altersregeln, Einwegmiete, Maut, Tanken, Verkehrsregeln und das Verhalten bei Polizeikontrolle und Unfall (Stand November 2026). Er ist eine unverbindliche Orientierung und keine Rechtsberatung. Verbindlich sind Ihr Mietvertrag und die Gesetze des jeweiligen Bundesstaats.

Mietwagen USA: von Deutschland aus buchen oder vor Ort?

Grundsätzlich können Sie einen Wagen direkt beim Vermieter in den USA reservieren oder über einen Vermittler bzw. eine Vermietstation in Deutschland buchen. Die Verbraucherzentrale rät, den Mietwagen möglichst von Deutschland aus zu buchen: Extras sind vor Ort meist teurer und kurzfristig oft nicht verfügbar. Ein weiterer Vorteil: Bei einem deutschen Vermittler gilt für den Vermittlungsvertrag deutsches Recht, Beschwerden laufen auf Deutsch.

Der eigentliche Unterschied liegt im Preis, der auf dem Bildschirm steht. US-Tarife, die Sie direkt buchen, enthalten häufig nur die Fahrzeugmiete und die gesetzliche Mindesthaftpflicht. Versicherungen, Zusatzfahrer, Steuern und Flughafenzuschläge kommen erst am Schalter hinzu. Ein Inklusivpaket aus Deutschland bündelt dagegen die wichtigsten Bausteine. Typischerweise enthalten sind:

  • Vollkasko und Diebstahlschutz ohne Selbstbeteiligung (CDW/LDW, siehe unten)
  • eine Zusatzhaftpflicht, für die USA häufig mit einer Deckung von rund 1 Million US-Dollar
  • unbegrenzte Meilen
  • lokale Steuern und Flughafengebühren
  • je nach Paket ein Zusatzfahrer, eine erste Tankfüllung oder ein Navigationsgerät

Lesen Sie die Leistungsbeschreibung trotzdem genau. Für Reifen, Glas, Unterboden und Dach gilt die Vollkasko nicht immer; die Verbraucherzentrale empfiehlt einen Schutz, der diese Teile und Steinschlag einschließt. Achten Sie außerdem auf eine kostenlose Stornierung bis kurz vor Reiseantritt.

Welche Versicherung brauche ich für den Mietwagen in den USA?

Am Schalter fallen schnell vier oder fünf englische Kürzel. Sie stehen für sehr unterschiedliche Risiken. Zwei davon sind wirklich wichtig: der Schutz für den Mietwagen selbst und die Haftpflicht für Schäden, die Sie anderen zufügen.

CDW/LDW: Schutz für das Mietfahrzeug

CDW (Collision Damage Waiver) oder LDW (Loss Damage Waiver) ist rechtlich meist keine Versicherung, sondern ein Haftungsverzicht des Vermieters. Mit ihm verzichtet der Vermieter darauf, Sie für Schäden am Mietwagen oder bei Diebstahl in Anspruch zu nehmen. Ohne CDW/LDW haften Sie in vielen Bundesstaaten bis zum vollen Fahrzeugwert. Achten Sie darauf, dass der Verzicht ohne Selbstbeteiligung gilt. Zusätzlich bieten Vermieter oft eigene Bausteine für Reifen und Glas oder einen Pannenservice („Roadside Assistance“) an.

Haftpflicht: Mindestdeckung je Staat und Zusatzhaftpflicht (SLI/LIS)

Jeder Bundesstaat legt selbst fest, wie hoch die Kfz-Haftpflicht mindestens sein muss. Diese Beträge sind im Vergleich zu Deutschland sehr niedrig. In Kalifornien zum Beispiel schreibt das Gesetz nur 30.000 US-Dollar für die Verletzung einer Person, 60.000 US-Dollar für mehrere Verletzte und 15.000 US-Dollar für Sachschäden vor (California DMV). Bei einem schweren Unfall mit Krankenhausaufenthalt reicht das bei weitem nicht. Für alles darüber hinaus haften Sie persönlich.

Deshalb gibt es die Zusatzhaftpflicht, je nach Vermieter SLI (Supplemental Liability Insurance), LIS (Liability Insurance Supplement) oder ALI genannt. Sie erhöht die Deckung meist auf rund 1 Million US-Dollar. Dieser Betrag gilt als sinnvolle Untergrenze. Die Verbraucherzentrale empfiehlt für Mietwagen im Ausland allgemein noch deutlich höhere Deckungssummen von 50 oder 100 Millionen Euro. Wer das möchte, kann eine separate Traveller-Police abschließen. Sie stockt die Haftpflicht des Mietwagens weltweit auf. Prüfen Sie die Bedingungen, denn die Leistungen unterscheiden sich je nach Anbieter.

PAI und PEC: meist verzichtbar

PAI (Personal Accident Insurance) zahlt bei Unfallverletzungen von Fahrer und Insassen, PEC (Personal Effects Coverage) ersetzt gestohlenes Gepäck aus dem Wagen. Beides überschneidet sich oft mit Versicherungen, die Sie schon haben. Medizinische Kosten deckt Ihre Auslandskrankenversicherung, die für die USA ohnehin unverzichtbar ist (mehr dazu im Ratgeber Krankenversicherung für die USA). Gepäck ist eventuell über eine Reisegepäck- oder Hausratversicherung abgedeckt. Die Verbraucherzentrale hält eine Insassenversicherung nur in Ausnahmefällen für nötig.

BausteinWas er abdecktEinschätzung
CDW/LDWSchäden am Mietwagen und Diebstahl (Haftungsverzicht)unverzichtbar, möglichst ohne Selbstbeteiligung
Gesetzliche MindesthaftpflichtSchäden Dritter bis zur Mindestsumme des Bundesstaatsin der Miete enthalten, aber viel zu niedrig
SLI/LIS/ALIErhöht die Haftpflicht, meist auf rund 1 Mio. US-Dollardringend empfohlen
PAIUnfallleistungen für Fahrer und Insassenmeist verzichtbar bei guter Auslandskrankenversicherung
PECDiebstahl von Gegenständen aus dem Automeist verzichtbar, eigene Policen prüfen
Reifen-/Glasschutz, Roadside AssistanceReifen, Scheiben, Pannenhilfesinnvoll, falls nicht im Paket enthalten

Achtung bei Kreditkarten-Versicherungen: Manche Kreditkarten enthalten einen Mietwagenschutz. Er greift meist nur, wenn Sie die Miete mit genau dieser Karte bezahlt haben. Oft deckt er nur Schäden am Fahrzeug, nicht die Haftpflicht. Lassen Sie sich die Bedingungen vor der Reise schriftlich geben, bevor Sie am Schalter auf CDW verzichten.

Warum ist eine Kreditkarte Pflicht – und wie hoch ist die Kaution?

Ohne Kreditkarte bekommen Sie in den USA in der Regel keinen Mietwagen, selbst wenn die Miete schon in Deutschland bezahlt ist. Der Vermieter blockiert bei der Abholung eine Kaution („Deposit“ oder „Hold“) auf der Karte. Damit sichert er sich gegen Schäden, fehlenden Kraftstoff, Mautgebühren oder Strafzettel ab. Die Verbraucherzentrale nennt je nach Vermieter Beträge zwischen 250 und 3.000 Euro. Wichtig sind drei Punkte:

  • Die Karte muss auf den Namen des Hauptfahrers lauten. Eine Karte des Partners oder der Firma ohne Ihren Namen reicht nicht.
  • Der Verfügungsrahmen muss Kaution und Reiseausgaben gleichzeitig tragen. Die Sperre bleibt bis nach der Rückgabe bestehen und wird oft erst einige Tage später freigegeben.
  • Debitkarten (auch mit Visa- oder Mastercard-Logo) akzeptieren viele Vermieter nicht oder nur mit zusätzlichen Prüfungen. Verlassen Sie sich nicht darauf.

Welche Kartentypen es gibt und worauf Sie bei Auslandsgebühren achten sollten, erklärt der Ratgeber Bezahlen in den USA.

Mindestalter Mietwagen USA: Was gilt für junge Fahrer?

Die meisten großen Vermieter verleihen Autos in den USA ab 21 Jahren. Für Fahrer unter 25 Jahren erheben sie fast immer eine tägliche Young Driver Fee (auch „Underage Surcharge“). Sie liegt je nach Anbieter und Ort häufig zwischen 20 und 40 US-Dollar pro Tag und kann eine Miete erheblich verteuern. Außerdem dürfen junge Fahrer oft keine größeren SUVs, Sportwagen oder Luxusklassen mieten.

Zwei Bundesstaaten machen strengere Vorgaben: In New York und Michigan müssen Vermieter laut Gesetz grundsätzlich auch an Personen ab 18 Jahren vermieten. Einen Altersaufschlag dürfen sie trotzdem verlangen, und der fällt für 18- bis 20-Jährige meist deutlich höher aus.

Für alle Fahrer gilt: Jeder, der fahren soll, muss im Mietvertrag stehen. Fährt eine nicht eingetragene Person, erlischt laut Verbraucherzentrale der Versicherungsschutz. Zusatzfahrer kosten bei vielen Vermietern extra. In manchen Inklusivpaketen ist einer bereits enthalten, oft auch der Ehe- oder Lebenspartner.

Führerschein und Internationaler Führerschein: Was brauche ich?

Als Tourist dürfen Sie in den USA in der Regel mit Ihrem gültigen deutschen Führerschein fahren. Die Regeln legt aber jeder Bundesstaat selbst fest. Laut der US-Regierungsseite usa.gov verlangt nicht jeder Bundesstaat einen Internationalen Führerschein (International Driving Permit, IDP). Er muss vor der Reise im Heimatland ausgestellt werden, denn die USA stellen ausländischen Besuchern keinen aus. Auch Vermieter können ihn verlangen.

Die deutschen Auslandsvertretungen in den USA formulieren es so: Der deutsche Führerschein ist rechtlich nur „geduldet“. Der Internationale Führerschein wird zusätzlich grundsätzlich empfohlen und ist in einigen Bundesstaaten sogar Pflicht. Hintergrund ist, dass Deutschland und die USA unterschiedlichen Verkehrsabkommen angehören. Den deutschen Internationalen Führerschein nach dem Wiener Übereinkommen von 1968 akzeptieren US-Behörden zusammen mit dem EU-Kartenführerschein meist aus Kulanz.

So bekommen Sie den Internationalen Führerschein:

  1. Zuständige Stelle finden: Ausgestellt wird er von der Führerscheinstelle (Fahrerlaubnisbehörde) Ihres Wohnorts. In manchen Städten, etwa in Berlin, übernehmen das auch die Bürgerämter. Automobilclubs stellen ihn nicht aus.
  2. Unterlagen mitbringen: Personalausweis oder Reisepass, ein aktuelles biometrisches Passfoto und Ihren Führerschein. Mit einem alten Papierführerschein kann ein Umtausch in den Kartenführerschein nötig sein.
  3. Gebühr zahlen: Die Gebühr liegt meist bei rund 15 bis 20 Euro, in Berlin zum Beispiel bei 15 Euro.
  4. Dokument mitnehmen: In der Regel erhalten Sie es sofort. Es ist 3 Jahre gültig, aber nie länger als Ihr nationaler Führerschein, und lässt sich nicht verlängern.

Führen Sie beim Fahren immer beide Dokumente mit: Der Internationale Führerschein gilt nur zusammen mit dem Original. Für die Anmietung brauchen Sie außerdem Ihren Reisepass.

Einwegmiete und Grenzübertritt nach Kanada oder Mexiko

Viele Roadtrips enden nicht dort, wo sie beginnen, etwa von Los Angeles nach San Francisco oder von Miami nach Orlando. Bei einer Einwegmiete (One-Way-Rental) geben Sie den Wagen an einer anderen Station ab. Vermieter berechnen dafür eine Rückführungsgebühr („Drop-off Fee“). Sie hängt von Strecke, Saison und Fahrzeugklasse ab und reicht von gar nichts bis zu hohen Beträgen, vor allem über Bundesstaatsgrenzen hinweg. Vergleichen Sie deshalb den Gesamtpreis inklusive Einweggebühr und lassen Sie sich die Gebühr bei der Buchung ausweisen. Manchmal ist eine Rundtour mit Rückgabe am Startort günstiger als jeder Inlandsflug zurück.

Fahrten ins Ausland sind ein Sonderfall. Ob Sie mit dem Mietwagen über die Grenze dürfen, regelt allein der Mietvertrag:

  • Kanada: Viele Vermieter erlauben die Fahrt, oft aber nur mit vorheriger Anmeldung und bestimmten Fahrzeugen. Lassen Sie sich die Erlaubnis schriftlich bestätigen. Die kanadische eTA ist nur für Einreisen per Flugzeug vorgeschrieben.
  • Mexiko: Viele Vermieter schließen Fahrten nach Mexiko aus oder erlauben sie nur an grenznahen Stationen mit einer zusätzlichen mexikanischen Haftpflichtversicherung. US-Versicherungen gelten dort in der Regel nicht.
  • Rückkehr in die USA: Auch an der Landgrenze brauchen Sie als deutscher Staatsangehöriger eine gültige ESTA oder ein Visum. Ein Abstecher nach Kanada oder Mexiko setzt die 90-Tage-Frist der ESTA nicht zurück, wie der Ratgeber ESTA oder Visum erklärt. Was Sie bei der Grenzkontrolle erwartet, lesen Sie unter USA-Einreise: CBP und Zoll.

Maut USA Mietwagen: E-ZPass, SunPass und Toll-by-Plate

In den USA gibt es keine landesweite Autobahnmaut. Viele Brücken, Tunnel, Expresslanes und einige Schnellstraßen kosten aber Gebühren, vor allem im Nordosten, in Florida, Texas, Illinois und Kalifornien. Immer mehr Strecken sind bargeldlos: Es gibt keine Kasse mehr, die Gebühr wird elektronisch erhoben. Dafür gibt es zwei Wege:

  • Transponder: Ein kleines Gerät an der Windschutzscheibe bucht die Maut automatisch ab. Das bekannteste System ist E-ZPass, das laut E-ZPass Group in 20 Bundesstaaten gilt, inzwischen auch auf Floridas Turnpike und bei der Central Florida Expressway Authority. Florida hat außerdem SunPass, Kalifornien FasTrak.
  • Toll-by-Plate (Kennzeichenerfassung): Fehlt ein Transponder, fotografiert eine Kamera das Kennzeichen. Die Rechnung geht an den Fahrzeughalter, beim Mietwagen also an den Vermieter. Der gibt sie an Sie weiter, meist mit einer Bearbeitungsgebühr.

Die meisten Vermieter bieten deshalb ein Mautpaket an. Üblich ist eine Pauschale pro Miettag plus die tatsächlichen Mautkosten, teils mit Obergrenze pro Anmietung. Achten Sie darauf, ob die Pauschale für jeden Miettag oder nur für Tage mit Mautfahrt anfällt. Sonst kann bei einer langen Reise mit einer einzigen Mautbrücke die Gebühr die Maut um ein Vielfaches übersteigen.

So vermeiden Sie Mautfallen:

  1. Route prüfen: Planen Sie vorab, ob und wie oft Sie Mautstrecken nutzen. Navigations-Apps können Mautstraßen meiden.
  2. Bedingungen lesen: Fragen Sie bei der Abholung, wie das Mautprogramm abrechnet, und lassen Sie sich die Tagespauschale und die Obergrenze nennen.
  3. Transponder klären: Ist im Auto ein Transponder verbaut, fragen Sie, ob er aktiv ist und wie Sie ihn deaktivieren, falls Sie das Programm nicht nutzen.
  4. Einzelzahlung prüfen: Manche Mautbetreiber erlauben, eine Kennzeichenmaut innerhalb weniger Tage online selbst zu bezahlen. Klären Sie vorher, ob Ihr Vermieter das zulässt.
  5. Abrechnung kontrollieren: Mautkosten erscheinen oft erst Wochen nach der Reise auf der Kreditkarte. Heben Sie den Mietvertrag bis dahin auf.

Tanken in den USA: Prepaid, ZIP-Code und Gallonen

Benzin („Gas“) wird in Gallonen verkauft. Eine US-Gallone entspricht 3,785 Litern. Teilen Sie den Preis an der Zapfsäule also durch knapp 3,8, um den Literpreis zu erhalten. Für die meisten Mietwagen genügt die günstigste Sorte „Regular“.

Bei der Abholung bietet der Vermieter oft eine Prepaid-Tankfüllung an: Sie zahlen eine volle Tankfüllung vorab und geben den Wagen leer zurück. Das lohnt sich nur, wenn Sie den Tank tatsächlich fast leer fahren, denn Restbenzin wird nicht erstattet. Meist günstiger ist die Regel voll/voll. Tankt der Vermieter nach, ist das deutlich teurer als an der Tankstelle.

An vielen Zapfsäulen fragt das Kartenterminal nach dem ZIP-Code (US-Postleitzahl) zur Prüfung der Karte. Mit einer deutschen Karte funktioniert das häufig nicht. Gehen Sie dann in den Shop und zahlen Sie vorab an der Kasse („Prepay“): Sie nennen die Zapfsäule und einen Betrag oder hinterlegen die Karte.

Welche Verkehrsregeln unterscheiden sich von Deutschland?

Die Grundregeln sind ähnlich, einige Unterschiede überraschen aber viele Besucher:

  • Right on Red: Rechtsabbiegen bei Rot ist fast überall erlaubt, nachdem Sie an der Haltelinie vollständig angehalten und Fußgängern Vorrang gelassen haben. Ein Schild „No Turn on Red“ verbietet es. In New York City ist es grundsätzlich verboten, außer ein Schild erlaubt es.
  • 4-Way-Stop: Haben alle Einmündungen ein Stoppschild („All-Way“), fährt zuerst, wer zuerst angehalten hat. Kommen zwei Fahrzeuge gleichzeitig an, hat das rechte Vorrang.
  • Schulbus: Hält ein gelber Schulbus mit rot blinkenden Lichtern, müssen Sie in beiden Fahrtrichtungen anhalten, bis die Lichter ausgehen. Ausnahme in Kalifornien: Der Bus steht auf der anderen Seite einer baulich getrennten Straße. Verstöße werden dort mit bis zu 1.000 US-Dollar bestraft.
  • Tempolimits gelten in Meilen pro Stunde. In Wohngebieten sind oft 25 mph (rund 40 km/h) erlaubt, auf Interstates außerhalb der Städte meist 65 bis 75 mph (105 bis 120 km/h). Einige Staaten erlauben 80 mph, ein Abschnitt in Texas 85 mph (laut IIHS).
  • Alkohol: In allen Bundesstaaten außer Utah liegt die Grenze bei 0,08 Prozent Blutalkohol (0,8 Promille), in Utah bei 0,05 Prozent. Geöffnete Alkoholbehälter im Innenraum sind in den meisten Staaten verboten. Am sichersten fahren Sie mit null Promille.
  • Handy: 49 von 50 Bundesstaaten verbieten Textnachrichten am Steuer, 33 Staaten sowie Washington, D.C. jede Nutzung des Handys in der Hand (GHSA, Stand Juni 2026). Nutzen Sie nur eine Freisprecheinrichtung.
  • Einsatzfahrzeuge: Nähert sich ein Einsatzfahrzeug mit Sirene und Warnlicht, fahren Sie an den rechten Rand und halten an.

Polizeikontrolle und Unfall: Wie verhalte ich mich richtig?

Polizeikontrollen laufen in den USA förmlicher ab als in Deutschland. Das Fahrerhandbuch des California DMV nennt die wichtigsten Regeln, hier ergänzt um bewährte Tipps:

  1. Blinker rechts setzen, sobald Sie das Signal bemerken, und vollständig auf den rechten Seitenstreifen fahren.
  2. Im Auto bleiben, außer der Beamte fordert Sie zum Aussteigen auf.
  3. Hände sichtbar halten, am besten auf dem Lenkrad. Das gilt auch für die Mitfahrenden.
  4. Erst auf Aufforderung nach Führerschein, Mietvertrag oder Pass greifen und vorher sagen, wo die Papiere liegen.
  5. Ruhig und höflich bleiben. Einer Durchsuchung können Sie widersprechen, sollten sich aber nie körperlich widersetzen.

Bei einem Unfall halten Sie an, sichern die Stelle und rufen bei Verletzten sofort den Notruf 911. Tauschen Sie Namen, Adresse, Führerschein- und Versicherungsdaten mit den Beteiligten aus. Fotografieren Sie Schäden, Unfallort und Kennzeichen und notieren Sie Zeugen. Informieren Sie umgehend den Vermieter über die Notrufnummer im Mietvertrag und lassen Sie einen Polizeibericht aufnehmen, auch wenn der Schaden gering erscheint. Je nach Bundesstaat gelten zusätzliche Meldepflichten: In Kalifornien muss jeder Beteiligte einen Unfall mit Verletzten oder mehr als 1.000 US-Dollar Sachschaden innerhalb von 10 Tagen der Verkehrsbehörde melden.

Wichtig: Unterschreiben Sie bei der Rückgabe das Schadensprotokoll nur, wenn es den Schaden korrekt beschreibt, und behalten Sie eine Kopie. Ohne Polizeibericht kann die Regulierung durch Vermieter und Versicherer schwierig werden.

Checkliste für Abholung und Rückgabe

Bei der Abholung:

  • Reisepass, Führerschein, Internationalen Führerschein, Kreditkarte des Hauptfahrers und Buchungsbestätigung bereithalten
  • Mietvertrag mit der Buchung vergleichen: Versicherungen, Zusatzfahrer, Meilen, Tank- und Mautregel
  • Nicht gebuchte Extras am Schalter ablehnen, wenn Ihr Paket sie schon enthält
  • Wagen rundum fotografieren oder filmen, auch Felgen, Scheiben, Dach, Innenraum, Tankanzeige und Kilometerstand
  • Vorschäden im Übergabeprotokoll eintragen lassen

Bei der Rückgabe:

  • Kurz vorher volltanken und den Beleg aufheben
  • Pünktlich zurückgeben, sonst droht ein zusätzlicher Miettag
  • Wagen erneut fotografieren, auch Tankanzeige und Kilometerstand
  • Protokoll gemeinsam mit dem Personal unterschreiben, bei Rückgabe außerhalb der Öffnungszeiten besonders gründlich dokumentieren
  • Kreditkartenabrechnung in den Wochen danach auf Nachbelastungen prüfen

Nächste Schritte

Bevor Sie den Mietwagen buchen, klären Sie die Einreise: Unser Visa-Check zeigt in wenigen Minuten, ob ESTA genügt oder ein Visum nötig ist. Wer vor der Anmietung noch innerhalb der USA fliegt, findet im Ratgeber Umsteigen und Inlandsflüge in den USA alles zu Anschlusszeiten und TSA-Regeln. Vielreisende sparen mit Global Entry Zeit bei der Ankunft, bevor es zum Mietwagenschalter geht. Bei Visum und Global Entry unterstützen wir Sie gern, einen Überblick finden Sie unter Leistungen. Routenideen liefern der Kalifornien-Roadtrip und die Nationalparks im Westen.

Häufige Fragen

Brauche ich für die USA einen Internationalen Führerschein?+

Nicht jeder Bundesstaat schreibt ihn vor, die deutschen Vertretungen in den USA empfehlen ihn aber grundsätzlich, und einige Staaten oder Vermieter verlangen ihn. Sie erhalten ihn vor der Reise bei der Führerscheinstelle Ihres Wohnorts, in Berlin zum Beispiel für 15 Euro und 3 Jahre gültig. Er gilt nur zusammen mit Ihrem deutschen Führerschein.

Welche Versicherung brauche ich für einen Mietwagen in den USA?+

Wichtig sind zwei Bausteine: CDW/LDW für Schäden am Mietwagen und Diebstahl, möglichst ohne Selbstbeteiligung, und eine Zusatzhaftpflicht (SLI/LIS), weil die gesetzliche Mindesthaftpflicht in den USA sehr niedrig ist. Üblich ist eine Erhöhung auf rund 1 Million US-Dollar. Unfall- und Gepäckschutz (PAI, PEC) sind meist verzichtbar, wenn Sie eine gute Auslandskrankenversicherung haben.

Kann ich in den USA einen Mietwagen mit Debitkarte mieten?+

Verlassen Sie sich nicht darauf. Viele Vermieter akzeptieren für die Kaution nur eine echte Kreditkarte, die auf den Namen des Hauptfahrers lautet und einen ausreichenden Verfügungsrahmen hat. Debitkarten werden oft abgelehnt oder nur mit zusätzlichen Prüfungen angenommen.

Ab welchem Alter kann man in den USA ein Auto mieten?+

Die meisten großen Vermieter verleihen Autos ab 21 Jahren. Unter 25 Jahren fällt fast immer eine tägliche Young Driver Fee an, die häufig zwischen 20 und 40 US-Dollar liegt. In New York und Michigan müssen Vermieter laut Gesetz grundsätzlich auch an Personen ab 18 Jahren vermieten, dürfen aber einen Aufschlag verlangen.

Wie bezahle ich Maut mit dem Mietwagen in den USA?+

Viele Mautstrecken sind bargeldlos und erfassen die Gebühr per Transponder wie E-ZPass oder SunPass oder per Kennzeichenfoto (Toll-by-Plate). Beim Mietwagen rechnet meist der Vermieter ab, oft mit einer Tagespauschale plus Maut. Lassen Sie sich die Bedingungen bei der Abholung erklären und prüfen Sie, ob die Pauschale für jeden Miettag anfällt.

Darf ich mit dem Mietwagen nach Kanada oder Mexiko fahren?+

Das entscheidet der Mietvertrag. Fahrten nach Kanada erlauben viele Vermieter nach vorheriger Anmeldung, Fahrten nach Mexiko sind oft ausgeschlossen oder nur mit mexikanischer Zusatzversicherung möglich. Für die Rückkehr in die USA auf dem Landweg brauchen deutsche Staatsangehörige eine gültige ESTA oder ein Visum.

Ist Rechtsabbiegen bei Rot in den USA erlaubt?+

In den meisten Orten ja, nachdem Sie an der Haltelinie vollständig angehalten und Fußgängern sowie dem Querverkehr Vorrang gelassen haben. Ein Schild „No Turn on Red“ verbietet es. In New York City ist Rechtsabbiegen bei Rot grundsätzlich verboten, sofern kein Schild es erlaubt.

Quellen

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US-Visa-Service Redaktion

Fachredaktion Einreise & US-Visa

Sorgfältig recherchiert und regelmäßig geprüft. Unverbindliche Orientierung – die endgültige Entscheidung über Einreise und Visum treffen ausschließlich die US-Behörden.

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